# Wie wird die Zertifizierung grüner Lieferketten ausländischer Unternehmen in China durchgeführt?

Meine Damen und Herren, liebe Investoren,

Wie wird die Zertifizierung grüner Lieferketten ausländischer Unternehmen in China durchgeführt?

wenn ich in meinen nunmehr 26 Jahren Beratungstätigkeit – davon 12 Jahre bei der Jiaxi Steuer- und Finanzberatungsgesellschaft – eines gelernt habe, dann dies: Kaum ein Thema sorgt bei ausländischen Unternehmern in China für so viel Verwirrung wie die sogenannte „Green Supply Chain Certification". Ich erinnere mich noch gut an einen deutschen Maschinenbaukunden aus dem Raum Stuttgart, der 2021 völlig verzweifelt bei mir anrief, weil ein wichtiger Abnehmer in Shanghai plötzlich eine „grüne Lieferketten-Zertifizierung" verlangte – und er keine Ahnung hatte, was das eigentlich bedeutet, geschweige denn, wie man sie bekommt.

Diese Verunsicherung ist verständlich. Chinas Vorstoß in Richtung grüne Lieferketten ist kein vorübergehender Trend, sondern ein zentraler Baustein der nationalen Doppel-Kohlendioxid-Strategie (CO₂-Peak bis 2030 und CO₂-Neutralität bis 2060). Für ausländische Unternehmen, die in China produzieren oder von dort importieren, wird die Zertifizierung zunehmend zur Marktzutrittsbarriere. Doch der Teufel steckt bekanntlich im Detail – und genau diese Details möchte ich Ihnen heute aus meiner langjährigen Praxis näherbringen. Denn eines kann ich Ihnen versprechen: Wer die Mechanismen versteht, spart nicht nur Zeit und Geld, sondern verschafft sich einen echten Wettbewerbsvorteil.

Rechtsgrundlagen und Zuständigkeiten

Beginnen wir mit dem Fundament: Welche Rechtsgrundlagen gelten eigentlich? Im Gegensatz zu manchen europäischen Zertifizierungen, die oft auf freiwilligen Brancheninitiativen beruhen, hat China einen ordentlichen regulatorischen Rahmen geschaffen. Die wichtigsten Eckpfeiler sind der „Leitfaden zur Förderung des grünen Einkaufs" (绿色采购指南) aus dem Jahr 2020 sowie die „Bewertungsnormen für grüne Lieferketten" (绿色供应链评价规范), die vom Ministerium für Ökologie und Umwelt (MEE) gemeinsam mit dem Handelsministerium (MOFCOM) erlassen wurden.

Hierbei ist es wichtig zu verstehen, dass es sich nicht um eine einzelne, einheitliche Zertifizierung handelt, sondern um ein mehrschichtiges System. Es gibt zum einen die obligatorische Registrierung bei der örtlichen Umweltbehörde, zum anderen freiwillige Zertifizierungen nach dem China Environmental United Certification Center (CEC). Diese Unterscheidung ist für ausländische Unternehmen von entscheidender Bedeutung – ich habe erlebt, dass manch einer fälschlich annahm, eine ISO 14001-Zertifizierung würde automatisch anerkannt. Das ist ein Trugschluss, der teuer werden kann.

Interessanterweise haben die Provinzen Guangdong und Jiangsu die strengsten Regelungen eingeführt, während westliche Provinzen wie Sichuan noch großzügiger sind. Für ein ausländisches Unternehmen, das mehrere Standorte in China betreibt, bedeutet das: Die Zertifizierung muss standortspezifisch betrachtet werden. Ein einheitliches Vorgehen für das ganze Land ist schlicht nicht möglich. In der Praxis empfehle ich meinen Mandanten daher immer, zuerst eine umfassende Bestandsaufnahme aller Standorte und deren spezifischen Anforderungen zu machen.

Fünf Phasen bis zum Zertifikat

Nun zur eigentlichen Frage: Wie läuft der Prozess konkret ab? Lassen Sie mich das anhand eines realen Falles aus meiner Beratungspraxis erläutern. Ein mittelständischer Automobilzulieferer aus Bayern, nennen wir ihn „BayerAuto GmbH", hatte 2022 die Herausforderung, seine Zertifizierung für den Standort Kunshan zu erneuern. Der gesamte Prozess gliederte sich in fünf wesentliche Phasen.

Die erste Phase ist die Selbstbewertung (自我评估). Hierbei füllt das Unternehmen einen umfangreichen Fragebogen aus, der Aspekte wie Energieverbrauch, Abfallmanagement, Schadstoffemissionen und Sozialverantwortung in der Lieferkette abdeckt. BayerAuto stellte schnell fest, dass ihre Dokumentation für das Abfallmanagement nicht den chinesischen Standards entsprach – ein häufiges Problem, denn die deutschen Standards sind zwar hoch, aber eben anders strukturiert. So mussten beispielsweise Nachweise über die Entsorgung von Altölen in einer spezifischen Form vorgelegt werden, die in Deutschland so nicht üblich ist.

Die zweite Phase ist die Vor-Ort-Prüfung durch ein akkreditiertes Zertifizierungsunternehmen. Hier zeigte sich ein weiteres praktisches Problem: Die Prüfer legten besonderen Wert auf die tatsächliche Umsetzung von Maßnahmen zur Emissionsreduzierung in der vorgelagerten Lieferkette – also bei den Zulieferern des Unternehmens. BayerAuto musste nachweisen, dass ihre chinesischen Zulieferer bestimmte Umweltstandards einhalten. Dies war eine echte Herausforderung, da viele kleine Zulieferer keine eigenen Umweltmanagementsysteme hatten. Wir halfen dem Unternehmen, ein Schulungsprogramm für seine Zulieferer aufzusetzen – ein Aufwand, der sich letztlich auszahlte.

Die dritte Phase umfasst die technische Bewertung der eingereichten Unterlagen durch die Zertifizierungsstelle. Hierbei wird insbesondere das Verhältnis von grünen Einkäufen zum Gesamteinkaufsvolumen bewertet. Die Anforderung: Mindestens 30 Prozent der Rohstoffe und Dienstleistungen müssen aus zertifizierten grünen Quellen stammen. Das klingt einfacher, als es ist, denn die Liste der anerkannten grünen Produkte und Dienstleistungen ist umfangreich und wird regelmäßig aktualisiert. Ohne aktuelles Know-how verpasst man hier leicht den Anschluss.

Die vierte Phase ist die Ausstellung des Zertifikats – doch Achtung: Dieses ist in der Regel nur drei Jahre gültig und mit jährlichen Überwachungsprüfungen verbunden. Viele ausländische Unternehmen unterschätzen diese Folgepflichten und werden dann von plötzlichen Vor-Ort-Besuchen der Prüfer überrascht. Ich rate meinen Mandanten immer: Betrachten Sie die Zertifizierung nicht als einmaliges Projekt, sondern als dauerhaften Prozess. Die Überwachungsprüfungen können – je nach Branche und Risikobewertung – angekündigt oder unangekündigt erfolgen.

Die fünfte Phase schließlich ist die kontinuierliche Verbesserung. Das klingt nach Bürokratie, hat aber einen praktischen Kern: Unternehmen mit einer guten Umweltbilanz erhalten bevorzugt Zugang zu staatlichen Förderprogrammen und öffentlichen Ausschreibungen. In der aktuellen Wirtschaftslage in China, wo der Staat verstärkt nachfrageseitig steuert, ist dies ein erheblicher Vorteil. BayerAuto profitierte später von diesem Bonus, als sie einen Auftrag für die neue Elektrofahrzeug-Linie eines chinesischen OEMs erhielten.

Besonderheiten für ausländische Unternehmen

Was nun speziell ausländische Unternehmen betrifft, so gibt es einige Eigenheiten, die man kennen sollte. Die erste betrifft die Dokumentationspflichten: Alle Unterlagen müssen in Chinesisch vorliegen. Das klingt banal, ist aber in der Praxis häufiger Anlass für Verzögerungen. Ich habe Fälle erlebt, in denen notariell beglaubigte Übersetzungen deutscher Umweltzertifikate nicht als gleichwertig anerkannt wurden – eine typische Falle für viele mittelständische Betriebe.

Ein zweites Thema ist die Einbindung der lokalen Handelskammer und des Auslandsinvestitionsdienstes. Diese Institutionen können als Vermittler fungieren und helfen, Missverständnisse mit den Behörden zu vermeiden. In meiner Zeit bei Jiaxi habe ich immer wieder erlebt, wie wertvoll solche Kontakte sein können. Gerade wenn es um Auslegungsfragen bei den Bewertungskriterien geht, ist ein guter Draht zur örtlichen Umweltbehörde Gold wert. „Guanxi" – Beziehungen – sind eben auch hier ein entscheidender Faktor, auch wenn viele ausländische Investoren das als unangenehm empfinden.

Ein dritter Punkt ist das Thema Datenübertragung und Datenschutz. Die Zertifizierung erfordert die Offenlegung sensibler Produktionsdaten, zum Beispiel zum Energieverbrauch oder zu Emissionswerten. Ausländische Unternehmen müssen sicherstellen, dass diese Datenübertragung mit ihren jeweiligen nationalen Datenschutzvorschriften – insbesondere der DSGVO – vereinbar ist. Dies erfordert mitunter spezielle technische Lösungen, etwa die Anonymisierung von personenbezogenen Daten oder den Einsatz von vertraulichen Datenräumen. Ein guter Rechtsberater ist hier unerlässlich.

Nicht zu vergessen ist auch die Frage der Anerkennung internationaler Zertifikate. Während die ISO 14001 nicht direkt übertragbar ist, gibt es doch einige wechselseitige Anerkennungen im Rahmen von Handelsabkommen. Das gilt etwa für bestimmte EU-Handelsabkommen mit China, die eine gegenseitige Anerkennung von Umweltstandards vorsehen. Hier ist eine genaue Einzelfallprüfung notwendig, denn die Praxis sieht oft anders aus als die Theorie.

Kosten und Zeitrahmen realistisch kalkulieren

Lassen Sie mich nun ein Thema ansprechen, das naturgemäß alle Investoren brennend interessiert: die Kosten. Die Zertifizierung ist nicht gerade billig, und die Preisspanne ist beachtlich. Für einen mittelständischen Betrieb müssen Sie mit Kosten zwischen 150.000 und 500.000 RMB rechnen, je nach Größe und Komplexität des Unternehmens. Dazu kommen jährliche Überwachungskosten sowie Ausgaben für die erforderlichen Verbesserungsmaßnahmen – da können schnell nochmals 10 bis 20 Prozent obendrauf kommen.

Der Zeitrahmen ist ein weiterer kritischer Faktor. Ein kompletter Zertifizierungszyklus dauert in der Regel sechs bis neun Monate – vom ersten Vorbereitungstreffen bis zur Zertifikatsübergabe. Wer kurzfristig vor einem wichtigen Auftrag steht und dann erst mit dem Prozess beginnt, hat schlechte Karten. Ich rate allen meinen Mandanten, mindestens zwölf Monate im Voraus zu planen. Ein Beispiel aus dem letzten Jahr: Ein Schweizer Pharmazulieferer musste seine Zertifizierung dringend erneuern, weil ein Großkunde in Chengdu sonst die Zusammenarbeit beendet hätte. Wir mussten auf dem Zahnfleisch laufen, um den Prozess in fünf Monaten durchzuziehen – das war nur mit Sondergenehmigungen und sehr guten Beziehungen zur Zertifizierungsstelle möglich.

Gerne höre ich in diesem Zusammenhang auch oft das Argument: „Aber wir sind doch schon nach ISO 14001 zertifiziert, reicht das nicht?" Antwort: Nein, leider nicht. Die chinesische Zertifizierung geht deutlich weiter und verlangt zum Beispiel konkrete Nachweise über die Reduzierung des Wasserverbrauchs pro Produkteinheit oder über spezifische Maßnahmen zur Kreislaufwirtschaft. Viele ISO-14001-Unternehmen erfüllen zwar die grundlegenden Anforderungen, scheitern aber an den zusätzlichen Nachweispflichten. Das ist wie mit dem deutschen TÜV und der Hauptuntersuchung – nur eben mit einer anderen, erweiterten Liste.

Typische Fallstricke und Lösungsansätze

Nun zu den bekannten Stolperfallen, die ich in meiner langen Praxis immer wieder sehe. Eine der häufigsten ist die Annahme, dass die Zertifizierung nur die eigene Produktionsstätte betrifft. Falsch! Die gesamte Lieferkette muss unter die Lupe genommen werden, und gerade die vorgelagerten Lieferanten sind oft das schwache Glied. Ich rate meinen Mandanten, frühzeitig mit ihren Hauptlieferanten Gespräche zu führen und diese zu motivieren, selbst in die Zertifizierung zu investieren. Das erfordert diplomatisches Geschick, denn viele Zulieferer sehen zunächst nur die Kosten, nicht den Nutzen.

Ein zweiter häufiger Fallstrick ist die unzureichende Dokumentation von Maßnahmen. In China zählt der Nachweis, nicht die Absichtserklärung. So wurde ein österreichischer Elektronikhersteller in Suzhou abgelehnt, weil er zwar umfangreiche Maßnahmen zur Abfallreduzierung implementiert hatte, aber die entsprechenden Schulungsprotokolle der Mitarbeiter nicht vorweisen konnte. Klingt bürokratisch, ist aber gang und gäbe. Die Prüfer wollen sehen, wie die Prozesse im Detail dokumentiert und kommuniziert werden – und zwar auf Chinesisch, versteht sich.

Ein drittes Problem ist die mangelnde Vorbereitung auf die jährlichen Überwachungsaudits. Manche Unternehmen glauben, nach der erfolgreichen Erstzertifizierung sei alles in Butter. Weit gefehlt! Die Überwachungsaudits werden immer strenger, und wer nicht kontinuierlich an der Verbesserung arbeitet, kann das Zertifikat wieder verlieren. In einem Fall musste ich erleben, wie ein amerikanischer Kunststoffverarbeiter sein Zertifikat nach zwei Jahren verlor, weil die Überwachungsprüfung ergab, dass er die Anforderungen an die Emissionsreduzierung nicht erfüllte. Der darauffolgende Kundenverlust war erheblich – ein teures Lehrgeld.

Und dann ist da noch das Thema „Soft Skills" – ja, Sie haben richtig gehört. In China spielen persönliche Beziehungen und Vertrauen eine große Rolle. Regelmäßige informelle Treffen mit den Vertretern der Zertifizierungsstelle können Wunder wirken, wenn es um Auslegungsfragen geht. Das ist nicht Bestechung, sondern normale Geschäftspraxis in China. Als Ausländer, der das nicht versteht, läuft man schnell in eine Sackgasse. Ein guter lokaler Partner ist deshalb Gold wert – ob Berater, Anwalt oder eben ein erfahrener Steuerberater wie unsere Kanzlei.

Branchenspezifische Anforderungen beachten

Wichtig ist auch: Nicht alle Branchen werden gleich behandelt. Die Automobilindustrie und die Elektronikbranche haben die strengsten Anforderungen, da diese als Schlüsselbranchen für Chinas grüne Transformation gelten. Die Textilindustrie folgt knapp dahinter, während die Lebensmittelindustrie noch verhältnismäßig moderate Kriterien hat. Dies hat praktische Auswirkungen auf den Prüfumfang und die Anzahl der erforderlichen Nachweise.

In der Automobilbranche wird beispielsweise explizit verlangt, dass die Zulieferer der ersten Ebene (Tier-1) nachweisen müssen, dass ihre Batterielieferanten nach bestimmten Standards produzieren. Das sogenannte „Battery Passport"-System – ein Konzept, das ursprünglich aus der EU kommt – gewinnt auch in China zunehmend an Bedeutung. Wer hier nicht auf dem Laufenden ist, verliert möglicherweise wichtige Aufträge. Ich empfehle daher jedem Branchenverband, die Entwicklungen aufmerksam zu verfolgen und regelmäßig mit den zuständigen Behörden zu sprechen.

Ein weiteres Beispiel: In der Chemiebranche sind besondere Sicherheits- und Umweltstandards gefordert, und die Prüfung ist deutlich intensiver als in anderen Branchen. Die Zertifizierungsstelle schickt oft Spezialisten für Umweltchemie, und die Anforderungen an die Dokumentation sind extrem hoch. Wer als ausländisches Chemieunternehmen in China tätig ist, braucht unbedingt ein erfahrenes Team vor Ort, das sich mit diesen spezifischen Anforderungen auskennt. Improvisation ist hier nicht gefragt – im Gegenteil, Präzision und Gründlichkeit sind das A und O.

Strategische Anpassungen für langfristigen Erfolg

Womit wir bei einer wichtigen strategischen Frage wären: Wie können ausländische Unternehmen die Zertifizierung nicht als Last, sondern als Chance nutzen? Meine Erfahrung zeigt, dass gerade jene Unternehmen langfristig erfolgreich sind, die die grüne Lieferketten-Zertifizierung als Teil ihrer Unternehmensstrategie begreifen – nicht als bürokratische Hürde, sondern als Instrument zur Effizienzsteigerung und Risikominimierung.

Konkret bedeutet das: Investitionen in energieeffiziente Produktionsanlagen, in die Kreislaufwirtschaft und in die Mitarbeiterschulung zahlen sich doppelt aus – einmal durch die Erfüllung der Zertifizierungsanforderungen, zum anderen durch geringere Betriebskosten. Ich erinnere mich an einen japanischen Getränkehersteller, der durch die Umstellung auf ein geschlossenes Wasserkreislaufsystem nicht nur die Zertifizierung erlangte, sondern seine Wasserkosten um 40 Prozent senken konnte. Die Amortisationszeit betrug weniger als zwei Jahre – eine beeindruckende Rendite, wie ich finde.

Diese strategische Perspektive führt mich zu einem weiteren Punkt: Die Zertifizierung öffnet Türen auch über den chinesischen Markt hinaus. Immer mehr internationale Unternehmen – vor allem in Europa – verlangen von ihren chinesischen Lieferanten den Nachweis einer grünen Lieferkette. Wer in China zertifiziert ist, hat also auch beim Export nach Europa einen klaren Vorteil. Die chinesische Zertifizierung wird zunehmend als internationales Qualitätssiegel anerkannt – ein Trend, den ich in den letzten Jahren deutlich beobachte.

Und schließlich: Die politische Dimension. Chinas grüne Transformation ist ein erklärtes Ziel der Partei- und Staatsführung. Unternehmen, die sich hier aktiv einbringen und nachweislich zur Erreichung der Klimaziele beitragen, können mit wohlwollender Unterstützung der Behörden rechnen – etwa bei Genehmigungsverfahren oder bei der Teilnahme an staatlichen Förderprogrammen. Das mag für manche westliche Unternehmen ungewohnt sein, ist aber eine schlichte Tatsache der Geschäftswelt in China. Wer diese Zeichen richtig liest, kann erhebliche Vorteile daraus ziehen.

Abschließende Gedanken aus der Praxis

Zusammenfassend möchte ich betonen: Die Zertifizierung grüner Lieferketten ist für ausländische Unternehmen in China kein optionales Extra mehr, sondern eine Notwendigkeit – und gleichzeitig eine Chance. Sie erfordert sorgfältige Planung, fundiertes Wissen über die lokalen Besonderheiten und eine gute Portion Geduld. Aber sie bietet auch die Möglichkeit, sich als verantwortungsbewusstes Unternehmen zu positionieren und langfristig stabile Geschäftsbeziehungen aufzubauen.

Ich rate jedem Investor, sich frühzeitig mit dem Thema auseinanderzusetzen und sich nicht erst dann zu kümmern, wenn ein Kunde die Zertifizierung plötzlich einfordert. Die Investition in die grüne Lieferkette ist eine Investition in die Zukunft – sowohl des Unternehmens als auch des Planeten. Das mag pathetisch klingen, ist aber in meinen 26 Jahren Erfahrung eine schlichte Wahrheit. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Erfolg bei Ihrem Engagement in China – und zögern Sie nicht, bei Fragen einen erfahrenen Berater an Ihrer Seite zu haben. Wir bei Jiaxi Steuer- und Finanzberatungsgesellschaft helfen Ihnen gerne dabei.

Wenn ich in die Zukunft blicke, sehe ich drei Entwicklungen, die für ausländische Unternehmen in China wichtig werden dürften: die Ausweitung der Zertifizierungspflicht auf weitere Branchen, die zunehmende Digitalisierung der Prüfprozesse und die stärkere Verzahnung mit internationalen Standards. Gerade die digitale Transformation – etwa durch den Einsatz von Blockchain-Technologie für die Nachverfolgung von Lieferketten – dürfte den Prozess effizienter, aber auch komplexer machen. Unternehmen, die sich frühzeitig auf diese Entwicklungen einstellen, werden langfristig die Nase vorn haben. Bereits heute beobachten wir, dass einige Pilotprojekte in Shanghai und Shenzhen digitale Nachweise testen, die eine Echtzeit-Überwachung ermöglichen sollen. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis diese innovative Praxis zum Standard wird.

Einsichten von Jiaxi Steuer- und Finanzberatung

Als Jiaxi Steuer- und Finanzberatungsgesellschaft mit unserer langjährigen Erfahrung in der Betreuung ausländischer Unternehmen in China sehen wir die grüne Lieferketten-Zertifizierung nicht nur als bürokratische Hürde, sondern als strategisches Instrument für unsere Mandanten. Wir haben in den letzten Jahren unzählige Projekte begleitet und wissen daher genau, wo die Fallstricke liegen. Unser Rat: Beginnen Sie frühzeitig mit der Analyse und nutzen Sie unsere Expertise für eine pragmatische Umsetzung. Wir unterstützen Sie nicht nur bei der Erfüllung der formalen Anforderungen, sondern helfen Ihnen auch, die betriebswirtschaftlichen Vorteile zu heben – etwa durch die Identifizierung von Effizienzpotenzialen in Ihrer Lieferkette. Die Kombination aus steuerlichem Fachwissen und Kenntnis der lokalen Behördenpraxis macht uns zu einem verlässlichen Partner. Wenn die Welt zunehmend grüner wird, möchten wir sicherstellen, dass auch Ihr Unternehmen von dieser Transformation profitiert – nicht trotz, sondern gerade wegen der erforderlichen Zertifizierungen.